|
Navigationssysteme leiten sicher zum Ziel
Wer bei Navigationssystemen immer nur an diese kleinen Kisten, bzw. Bildschirme auf dem Armaturenbrett denkt oder an die Schwanenhalshalterungen für mobile Navigationssysteme, der liegt nicht ganz richtig. Denn eigentlich wurden diese Systeme ausschließlich für militärisch und in der Vergangenheit für hauptsächlich wirtschaftliche Anwendungen entwickelt. In der Frühzeit der Menschen gab es schon Kompasse, die einfach auf einem Brett montiert die Richtungen anzeigten. Danach kamen viele Varianten der Sterndeutung, der Geschwindigkeitsmessung und ähnlichen Faktoren bzw. Karten und das ergab nach längeren Berechnungen den ungefähren Standort.
Oftmals fuhren auch Schiffe deswegen kilometerweit am eigentlichen Ziel vorbei. Das wurde erst besser als der Sechstant erfunden wurde und man eine Messmethode für die Geschwindigkeit von Schiffen entwickelt hatte. In den letzten 100 Jahren hat sich auf dem Sektor der Navigationssysteme sehr viel getan, angefangen von den Amerikanern, die in ihre Bomber die ersten elektronischen Funkpeilanlagen einbauten und auf dem Festland eine Unzahl von Sendeanlagen installierten. Den eigentlichen Durchbruch brachte aber die Satelliten gestützte Navigation, die mit Hilfe von mehreren Satelliten, die sich um die Erde verteilt auf einer stationären Umlaufbahn befinden, ein dichtes Gitter von Peilungen zu lassen. Durch eine Dreieckspeilung (Minimum) gelingt es immer den Standort bis auf ca. einen Meter genau zu bestimmen und das sogar in relativ kurzer Zeit. Wieder aber wurde das GPS -System von den Amerikanern entwickelt und zwar ausschließlich für eine militärische Nutzung um Bomben, die ferngelenkt wurden, sehr viel besser ins Ziel zu bringen.
Erst langsam nach der Freigabe der Satelliten für zivile Nutzung gab es die ersten Firmen, die zivile Navigationssysteme für Privatleute oder Firmen entwickelten und auf den Markt brachten. Diese Geräte waren am Anfang noch sehr teuer und das Kartenmaterial noch lange nicht so ausgereift wie heutzutage. Mit dem Siegeszug des PC´s und der Handhelds wurden die Systeme auch sehr viel günstiger und für den Ottonormalverbraucher bezahlbar. Es ist heute aus den meisten Haushalten nicht mehr wegzudenken und man verlässt sich immer mehr auf die kleine Stimme aus dem Gerät, die einem sagt, wohin man fahren muss. Einerseits gut, andererseits ist diese Technik auch sehr gefährlich und man kann bei Missbrauch einen totalen Überwachungsstaat einrichten. Sollte man sich entschieden haben solch ein Gerät mit der geeigneten Software zu kaufen bietet der Markt eine Vielzahl von Varianten an, über die man sich im Vorfeld genauestens informieren sollte.
|